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Unterrichtseinheit Sozialformen:

Begriffsbestimmung:

Es gibt drei wichtige Aspekte der Sozialformen:

Ø  Raumstruktur: Jede Sozialform unterscheidet sich durch eine bestimmte Raumaufteilung bzw Sitzordnung von der anderen.

Ø  Gruppengröße: Jede Sozialform unterscheidet sich durch die Größe von der Gruppe. Bei einem Frontalunterricht umfasst die Größe zwischen 20 und 30 Personen, bei einer Gruppenarbeit jedoch arbeiten immer jeweils 3-5 Leute zusammen.

Ø  Kommunikationsstruktur (siehe unten)

Wahl der Sozialform ist 'abhängig von:'

Ø  den Lernzielen

Ø  den Lernenden (soziale, affektive und kognitive Voraussetzungen)

Ø  Art der zu erfüllenden Aufträge

Ø  Rahmenbedingungen (Klassengröße)

Ø  der Lehrer- Schüler- Beziehung

Es gibt 4 verschiedene Sozialformen:

Ø  Einzelarbeit

Ø  Partnerarbeit

Ø  Gruppenarbeit

Ø  Frontalunterricht

Einzelarbeit:

Definition:

Eine Person arbeitet alleine d.h. auf sich selbst gestellt

Typische Merkmale (Wer steuert den Lernprozess?)

Vorständige Autonomie (geg. Unterstützung durch die Lehrperson)

Steuerung: Selbststeuerung

Raumordnung/ Struktur:

oft 2er-Tische, eher frontal angeordnet, Isolierung

Welche Vorteile hat die Sozialform:

Ø  arbeiten in individuellem Tempo (auf eigenen Lernwegen) möglich

Ø  die Disziplin einfach ist einfacher durchzusetzen

Ø  es besteht ein geringer Organisationsaufwand

Welche Nachteile hat die Sozialform:

Ø  Ein Kommunikationsdefizit kann auftreten

Ø  Demotivation durch Überforderung

Ø  Lernabbruch (durch unlösbare Teilschritte)

Ø  Umgehen (z. B. durch Seitenaktivitäten)

Partnerarbeit

Definition:

Zwei Lernende arbeiten zusammen

Typische Merkmale ('Wer steuert den Lernprozess?)

Partnerschaftliches Lernen

Steuerung: Selbststeuerung durch Beziehungsstruktur der Partner

Raumordnung/ Struktur:

Zweiertische

Welche Vorteile hat die Sozialform:

Ø  Leichte Organisation

Ø  Leistungsschwache profitieren von Leistungsstarken

Ø  Zusammenarbeit

Ø  Kommunikationsmöglichkeit mit Partner/in

Ø  Kooperation

Welche Nachteile hat die Sozialform:

Ø  Ungleiche Voraussetzung

Ø  Beziehung entscheidet über Lernerfolg

Ø  Geschlechterfrage

Gruppenarbeit:

Definition:

Drei bis fünf Lernende arbeiten zusammen

Typische Merkmale (Wer steuert den Lernprozess?)

Bildung von Peer- Groups, soziales Lernen findet statt, Teamorientierung

Steuerung: durch gruppendynamische Prozesse

Raumordnung/ Struktur:

Gruppentische, oft im Gruppenraum, Spezialräume, Korridore, im Freien aber auch in der Klasse

Welche Vorteile hat die Sozialform:

Ø  Lösung auch komplexer Aufträge

Ø  Schulung der Teamfähigkeit (Soziales Lernen)

Ø  Reichhaltige Produkte

Ø  Guten Einsetzten unterschiedliche Fähigkeiten

Ø  Kommunikationsmöglichkeit in der Gruppe

Welche Nachteile hat die Sozialform:

Ø  Großer Raum und Materialbedarf

Ø  Hoher Organisationsaufwand

Ø  Häufig Spannungen, Disziplinprobleme

Ø  Passivmitglieder (Trittbrettfahrende)

Ø  Beurteilungsprobleme

Ø  Der Aufwand- Ertrag stimmt nicht

Ø  Umgehen (z. B. durch Seitenaktivitäten)

Frontalunterricht:

Definition:

frontal = vorn, an der Stirnseite befindlich

Typische Merkmale (Wer steuert den Lernprozess?)

Im Frontalunterricht hat der Lehrer das Steuerungsmonopol, das er meistens über Gesprächs-formen ausübt.

Raumordnung/ Struktur:

Einzel- oder Zweiertische in Richtung des Vortragenden ausgerichtet.

Welche Vorteile hat die Sozialform:

Ø  Ist eine sehr effektive Unterrichtsform

Ø  Ist eine Entlastung für Schüler

Ø  FU kann die Potenziale der ganzen Klasse zur Lösung eines Problems nutzen.

Ø  FU kann gut die Leistungsstände der Schüler überprüfen.

Welche Nachteile hat die Sozialform:

Ø  Frontalunterricht erzieht fast zwangsläufig zur Passivität und Anpassung, zum Ruhe-, Ordnung- und Disziplinwahren.

Ø  FU vernachlässigt die sozialen Ziele der Schule und des Unterrichts.

Ø  FU verstärkt die Bindung an die Autorität der Lehrkraft und ist antidemokratisch.

Ø  FU wird der Unterschiedlichkeit der Schüler, ihrer Individualität nicht gerecht und lehrt im Gleichschritt.

Kommunikationsstruktur:

Im Wesentlichen werden Sozialformen durch die Kommunikationsstrukturen geprägt, sie bestimmen aber auch umgekehrt  die Kommunikationsstrukturen im Unterricht.

Guter Unterricht ist durch vielfältige und reichhaltige Kommunikation gekennzeichnet, denn wie Erich Fromm schon gesagt hat ist die Tatsache, dass wir Menschen miteinander reden können, uns zu Menschen macht. Das kann sonst kein Lebewesen.

Andererseits bestimmen Sozialformen im Wesentlichen das Kommunikationsverhalten.  Allein schon die Sitzordnung regelt, wer mit wem nicht, kaum oder häufig kommunizieren kann. 

Auch bestimmen spezielle Gesprächsregeln das verbale Verhalten der Schüler und Schülerinnen.

Daraus ergeben sich zwei Typen von Kommunikationsarten:

Symmetrische Kommunikation:

Kommunikation zwischen gleichgestellten Partnern

diese haben die die gleichen Rechte, Pflichten und Möglichkeiten ein Gespräch zu beginnen, steuern oder auch zu beenden

sie haben die Möglichkeit Fragen zu stellen

Erklärungen abzugeben

Sie können das Verhalten der Teilnehmenden beeinflussen

Asymmetrische Kommunikation:

Die „Rechte und Möglichkeiten“ der symmetrischen Kommunikation liegen in der Entscheidungsfreiheit einer oder mehrerer Personen

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